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ÜBER FOTOGRAFIE |
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Der Ruhm der Essays von Susan Sontag beruht auf der ausserordentlichen Sensibilität, mit der sie Zeitströmungen und Veränderungen in unserem Bewusstsein wahrnimmt, auf der Intelligenz, mit der sie Phänomene in einen neuen Kontext zu stellen und zu deuten weiss, auf dem moralischen Impuls, von dem ihr Denken ausgeht, und schließlich auf der Lebendigkeit und dem Assoziationsreichtum ihrer Sprache. In diesem Band erörtert sie die Beziehung der Fotografie zur Kunst, zum allgemeinen Bewusstsein, zur Realität und diskutiert die Arbeiten der berühmten und entscheidenden Fotografen von der Anfangszeit bis in die unmittelbare Gegenwart. Es entstand eine Ästhetik der Fotografie, wie es sie bisher noch nicht gab.
Über Fotografie nachzudenken ist für Susan Sontag eine eminent politische Sache ... Die Fotografie, schreibt sie. habe in den letzten Jahrzehnten ebensoviel dazu beigetragen, unser Gewissen abzutöten, wie dazu. es aufzurütteln. Nicht nur, dass wir uns an das fotografierte Grauen gewöhnen. Schlimmer noch: Wir geniessen die gelungen Fotos des Grauens als Bilder ...Diese ästhetische Doppelmoral ist der zentrale Vorwurf, den Susan Sontag der Fotografie und uns als ihren bildsüchtigen Konsumenten macht« ( Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt ).
Stufe 3 - Erfahrene Autor: Susan Sontag Sprache: Deutsch Fischer Taschenbuchverlag GmbH, Frankfurt, 2006, 17. Auflage 201 Seiten, 18,8 x 12 x 1,6 cm ISBN 978-3-596-23022-8
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